Generisches Femininum

Ich werde in Zukunft öfters das generische Femininum verwenden.

Das generische Femininum ist ein feminines Nomen oder Pronomen, das sich auf Personen mit unbekanntem Geschlecht bezieht, bei dem das Geschlecht der Personen nicht relevant ist oder mit dem weibliche wie männliche Personen gemeint sein sollen. Es wird für Gruppen von Lebewesen verwendet, in denen es auch Mitglieder mit grammatikalisch männlicher Bezeichnung gibt oder geben könnte. Ein Beispiel ist die generisch feminine Bezeichnung Piratinnen, bei der auch Pirat mitgemeint sind.

Beginnend in den 2010er Jahren werden generisch feminine Personenbezeichnungen im Web 2.0 als verallgemeinernd und geschlechtsneutral verstanden. In früheren Zeiten der deutschen Grammatikschreibung hatte das Neutrum oder auch Maskulinum teilweise die Funktion geschlechtsneutraler Bezeichnung von Personen.

Warum? Ganz einfach, weil die häufigste Kritik am gendern ist, dass mit dem generischen Maskulinum ja trotzdem alle gemeint sind und es dementsprechend lächerlich wär zu gendern.

Okay, ich benutze das generische Femininum. Wenn es dich stört, dann hoffe ich auch das dich das generische Maskulinum stört. Falls dich nur das generische Femininum stört (damit bist du in der Mehrzahl), dann kannst du alles was du gegen das generische Femininum sagst auch über das generische Maskulinum sagen und damit ist dein Argument ungültig.

Bis alle geschlechtsneutrale Sprache verwenden, verwende ich ab und an und hier und da das generische Femininum.

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Anmerkung: Mir ist bewusst, dass ich damit alle die sich nicht einem Geschlecht zuordnen wollen nicht anspreche und bitte dies zu entschuldigen. Ich sehe jedoch im generischen Femininum, ein Chance das gendern weiter zu verbreiten. Ich werde versuchen, so oft wie ich daran denke, den Genderstar an das Wortende zu setzen. Danke für euer Verständnis.

Anmerkung 2: Die Uni Potsdam hat in ihrer Geschäftsordnung auch das generische Femininum.


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− eins = zwei