Archiv für Dezember 2014

Berliner antiimperialistische Linke…

….IN A NUTSHELL. IN A FUCKING NUTSHELL.

Das die ARAB Hip Hop lebt dürfte – spätestens seit ihrem Interview im Lower Class Magazin – bekannt sein. Ein Namen vor allem deshalb zu nehmen, weil er kompatibel für Sprüher ist huldigt einem der vier Elemente auf jeden Fall auf derbste und man kann dann auch schon mal ein Auge zu drücken, dass Antifachismus – wohl in aktuellen Zeiten die notwendigste Form von linksradikaler Theorie & Praxis – hier zur reinen Ästhetik verkommt. Als echter Hip Hopper, muss man in Sachen Inhalt für die Ästhetik ja immer wieder Abstriche machen.

Ähnlich könnte man auch das Line Up der von der ARAB organisierten LL(L)-Party rechtfertigen, die unter dem durchaus lobenswerten Motto ‚Beatz for Kobane‘ steht: ‚Zu Gunsten der Ästhetik von Antifa-Rap muss man Mackern schon mal akzeptieren können.‘ Nur wird bei der ARAB niemand es für notwendig halten das Mackern zu rechtfertigen, ist es doch akzeptierter Bestandteil ihren antifaschistischen, äh pardon ich meine: antikapitalistischen Praxis. So ist es nicht verwunderlich, dass Leute wie Derbst die von ihrer Pflicht als Man rappen auf ihren Parties spielen und man Frauen auf der Bühne vergebens sucht. Hauptsache es steht antikapitalistisch drauf und es sind keine scheiß Antideutschen, oder nicht?

Schauen wir uns mal ein paar der Acts genauer an:

PTK für den Zugezogene keine richtigen Einwohner sind, stellt die Sexualität eines homosexuellen Pärchens in Zusammenhang mit Gentrifizierung, maßt sich an zu entscheiden wer das Recht hat in Berlin zu wohnen und wer nicht, spricht sehr oft über Blut wenn es darum geht wer in Berlin leben darf und wer nicht, erklären dass sie ihr Recht darauf in Kreuzberg zu leben qua Geburt hätten und für den Zugezogene Horden sind die von außen einfallen und sein Viertel zerstören (höre Anti Turista). Man hat sich also einen Act eingeladen dessen notwendige Kritik an Gentrifizierung keine Kritik im Sinne einer progressiven linken Politik ist, sondern das bloße Ressentiment das sich auf völkische Attribute wie Blut & Boden stützt. Yeah.

Derbst One dessen Vorbilder Stalin & Kool Savas sind (1), der auch gerne mit ‚pro Mujahedin‘ Fard Tracks macht (2), den an Makss Damage nur stört das er nun Mucke für Arier statt Proletarier macht und nicht etwa das Makss seit jeher ein Antisemit sonder gleichen war (3); der auf Facebook einst mittels gefällt mir Angabe ‚Gulags für Antideutsche‘ forderte und für sexistische Rollenklischees ebenso elementar für Rap (4) sind wie antikapitalistisches Posen vor einem Mercedes (5). Die ARAB bleibt sich also auch mit dem einladen dieses Acts treu und entscheidet sich für eine linksradikale Ästhetik auf Kosten einer wirklichen linksradikalen und emanzipatorischen Positionierung. Und alle so yeah.

Kaveh war zu Gast bei Russia Today (1) & widmet dem Mord an Juden einen ganzen Song (2). Pro Russland & Anti Israel? Da dachte sich doch die ARAB: DEN müssen wir uns einladen.

Und zu Holger Burner muss ich glaube ich wirklich nichts mehr sagen, hier reicht die Verlinkung auf einen Indymedia-Artikel für alle die ihn noch nicht kennen.

Alles in allem passiert also mal wieder genau das, was man von der ARAB und einer LL(L)-Party erwartet und Staiger ist auch am Start.

PHONO45

Hallo ich bin Chucky – sie kennen meine Stimme aus dem legendären Piraten-Mumble zum Thema: Antideutsche – und ich spreche mit Hagen über Musik.

„Vor einiger Zeit beschlossen wir die Musikdiskussionen von Twitter in einen Podcast zu verlegen. Es hat ein wenig gedauert, aber jetzt haben wir uns zusammengesetzt und über Rap gesprochen. Wir wissen noch nicht, was die Zukunft bringt, aber schon mal viel Spaß mit unserer ersten Episode.“

>>PHONO45< <

1945 war ein gutes Jahr für Musik in Deutschland, die militärische Niederschlagung des Hitlerfaschismus hatte eine Stationierung amerikanischer & brittischer Soldat*innen zu Folge, die den wunderbaren Nebeneffekt der musikalischen Kultivierung zur Folge hatte. Am Ende einer langen Kette von amerikanischen Einflüssen steht er, der deutsche Rap. Leider ist er immer noch deutsch.