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Hallo Noa Ha,

Hallo Noa Ha,
du schreibst in deinem Artikel für das Missy Magazin: „Die Vorwürfe gebaren sich historisch kenntnisreich und lassen doch meist eine kolonialismuskritische Perspektive aus, zugunsten eines materialistischen Zugriffs auf die Analyse aktueller Verhältnisse.“ und kritisiert diesen „materialistischen Zugriff“, weil er in deinen Augen nicht „kolonialismuskritisch“ ist. Doch wie willst du Kolonialismuskritik üben – die ihren Namen verdient –, wenn du Kolonialismus und seine Konsequenzen nicht materialistisch auf der Basis seiner Entstehungsgeschichte begreifst, sonder rein idealistisch als Machtfeld(?) und Gewalt. Wie lässt sich etwas abschaffen – und das sollte das Ziel jeder Kritik sein –, dass keinen Ursprung hat, das einfach irgendwie existiert?

Du hast völlig Recht, dass Kolonialismus eine Gewalt ist. Doch wie sieht diese Gewalt aus? Dazu hat Franz Fanon geschrieben: „Eine blinde Herrschaft nach Sklavenhaltergeschmack ist für das ‚Mutterland‘ wirtschaftlich nicht rentabel. […] Die Industriellen und Finanzleute des ‚Mutterlandes‘ erwarten nicht die Dezimierung der Bevölkerung; sie erwarten, dass diese Regierung ihre ‚legitimen Interessen‘ durch Handlungsabkommen und Wirtschaftsverträge wahrt. […] Die Berliner Konferenz hat das zerstückelte Afrika noch unter drei oder vier Flaggen aufteilen können. Heute dagegen ist es unwichtig, ob irgendein afrikanisches Gebiet unter französischer oder unter belgischer Oberhohheit steht; worauf es ankommt, ist der Schutz der wirtschaftlichen Einflusszonen. Artilleriefeuer und die Politik der verbrannten Erde sind der wirtschaftlichen Unterwerfung gewischen.“ Weitergehend bezeichnet Fanon, die koloniale Ideologie (oder auch Rassismus) als „Überbau“, als „ideologische Ausdünstung“, die existiert um die materiellen Verhältnisse, die im Kapitalismus immer auf Ausbeutung beruhen, aufrecht zu erhalten. Gewalt ist schlicht und ergreifend notwendig, um den Kapitalismus aufrecht zu erhalten. Ob sie sich dabei historisch gegen Arbeiter*innen in Manchester, gegen Kolonosierte in Afrika oder gegen Frauen in der bürgerlichen Kleinfamilie richtet, ist lediglich ein Unterschied in der Quantität, aber keiner in der Qualität.

Eine Kritik des Kolonialismus kann nur eine Kritik des Kapitalismus sein. Was nicht heißt das jede Kritik des Kapitalismus eine Kritik des Kolonialismus beinhaltet – was zu kritisieren ist. Was in deinem Text allerdings nicht passiert. Stattdessen verweist du darauf, dass „das Argument […] sich im Kreis“ drehe, „wenn darauf verwiesen wird, dass sich mit Sprach- und Kulturpolitik materielle Verhältnisse nicht ändern lassen – waren und sind doch gerade Sprach- und Kulturpolitik wichtige ideologische Felder, um hegemoniales und koloniales Wissen durchzusetzen, zu verbreiten und zu erhalten. Doch damit unterliegst einem Irrtum: kommunistische Kritik – was bei weitem nicht jede Kritik am viel diskutierten Artikel zu Fusion war – ist sich eben wohl bewusst, dass mit „Kulturpolitik“ eine koloniale Ideologie verbreitet wurde. Allerdings weiß kommunistische Kritik eben auch, dass es einen Grund gibt warum diese Ideologie – nach Adorno „notwendiges aber falsches Bewusstsein“ verbreitet wurde: Legitimation der kapitalistischen Widersprüche, die in der Praxis des Kolonialismus auftreten. Was wiederum bedeutet, dass diese Ideologie und die Praxis ihrer Verbreitung ein Produkt der materiellen Verhältnisse ist, dass diese Gewalt die von der Ideologie legitimiert wird notwendig ist um diese materiellen Verhältnisse aufrecht zu erhalten und das sich eben durch eine reine idealistische Kritik der Sprach- und Kulturpolitik lediglich die Empfänger der Gewalt ändern können, nicht aber diese Gewalt abgeschafft werden kann.

Foglich ist dein Abschlussatz auch komplett falsch:„Das bedeutet“ eben gerade nicht, „dass die kritische Reflektion und (Wieder-)Aneignung von Sprache und Wissen ein Prozess ist, um Gesellschaft zu verändern“ sondern lediglich einer ist um Ungleichheiten aufrecht zu erhalten oder zu verschieben. Wenn sich die kritisierten“ Kritiker der Cultural Appropriation von materialistisher Kritik so massiv bedroht fühlen […], dann zeigt das, dass sie […] nicht fähig oder willens sind, sich mit“ der eigenen Verstricktheit im Kapitalismus, den „eigenen Widersprüchen und der eigenen Komplizenschaft auseinanderzusetzen.“

In diesem Sinne,
für ein Ende der Gewalt
für den Kommunismus

Liebe Thees Kalmer

Liebe Thees Kalmer,
folgende Idee (die mir anonym zugespielt wurde) könnte sie interessieren:


„[…] würde ich es für sehr ratsam halten, wenn wir Grüne ein Wochenendseminar z.B. in Schnellroda organisieren, auf dem sich die verschiedenen Jugendorganisationen (wie die Identitäre Bewegung oder die Grüne Jugend) treffen, kennenlernen, kochen, Gemeinsamkeiten suchen und erst zum Schluss die Unterschiede diskutieren.“

Wäre das nicht was für sie und ihre Freund*innen? Ihr besucht doch so gerne Faschisten.

XOXO,
Chucky

.@distelfliege

Liebe @distelfliege,

Zum Antisemitismus gehört, dass die Betroffenen (meistens Juden) nichts tun können, ohne das die Antisemit*innen es ihnen vorwerfen. Es kommt dabei auch gar nicht mehr darauf an WAS getan wird sondern WER es tut. So sind dann zum Beispiel auch Vorwürfe gegen die IDF zu verstehen, in denen man den Soldat*innen vorwirft kaum palästinensischen Frauen zu vergewaltigen. Denn wer kaum oder keine Frauen vergewaltigt, der betrachtet sie auf Grund ihrer Herkunft nicht als gleichwertige Menschen. So zumindest die Logik, die hinter solche Sätzen steckt: „Das Fehlen organisierter Vergewaltigungen durch das Militär ist eine andere Art und Weise, politische Ziele zu verwirklichen. Im israelisch-palästinensischen Konflikt verstärkt dieses Ausbleiben von Vergewaltigungen die ethnischen Grenzen noch und verdeutlicht die interethnischen Differenzen – genau so, wie es organisierte Vergewaltigungen durch das Militär getan hätten.“ Wie man es auch dreht und wendet, was auch immer Israel tut: Israel ist unser Unglück.

Ein weiteres Beispiel hier für ist der in antizionistischen queeren Kreisen gerne erhobene Vorwuf des Pinkwashings: „Demzufolge werde die Vorstellung vom homosexuellen-freundlichen Westen durch den Staat vereinnahmt. Laut Jasbir Puar betreibe Israel diese Instrumentalisierung auf besonders perfide Art:[vi] Gerade weil Israel seit Jahren nach außen den PalästinenserInnen eine eigene Staatlichkeit verwehre und nach innen eine »rassistische« Politik gegenüber den nicht-jüdischen Israelis betreibe, sei das Land besonders bestrebt, das Negativbild von »Besatzung« und »Rassismus« durch ein schwulenfreundliches Image zu übermalen. Ohne diesen Versuch könne das Land anderweitig seinen eigenen Anspruch, eine progressive Demokratie zu sein, nicht mehr aufrechterhalten. „

Das heißt: wenn Israel – so wie einige abdere Staaten in der Region – Homosexuelle umbringen würde, dann würden queerpolitisch-engagierte Menschen berechtigterweise Kritik daran üben. Wenn Israel dies aber – erfreulicherweise – nicht tut, dann ist das – in dieser Logik – trotzdem kritikwürdig. Denn der Jude kann ja per se keine guten Absichten haben. Wenn er etwas gutes macht, dann führt er etwas im Schilde. Das geht gar nicht anders! Nun müssen aber nicht immer Juden oder Israelis es sein, die man mit Kritik konfrontiert die in der Struktur antisemitisch ist. Es gibt ja G‘tt sei Dank „die Antideutschen“ (TM). Was mit unter dazu führt, dass Netzantisemitinnen – die eigentlich sonst auch Netzfeministinnen sind – auf ihre eigentlichen Überzeugungen scheißen. Vorbei ist bei antizionistischen Queeren die Solidarität mit unterdrückten Homosexuellen (siehe Pinkwashing) und vorbei ist auch die feministische Solidarität mit Gina Lisa.

Wenn ein ungeliebter, „israelsolidarischer“ – meist „antideutscher“ genannt – Typ sich also mit der vergewaltigten und dann verklagten Gina-Lisa solidarisiert. (Was die einzige akzeptable feministische Positionierung zu diesem Vorfall sein kann!) Dann muss er – so will es die antisemitische Logik – damit etwas im Schilde führen. Das heißt man macht bei dieser Solidarisierung einfach nicht mit, verzichtet auf die feministische Positionierung und begründet das dann mit Tweets wie diesen:

-> In denen du den Tweet einer Frau* – die sich mit Gina-Lisa solidarisieren – teilst, um dann zu erklären mensch „tanze nur nicht gern nach der Pfeife von Nabert und Co“. Was diese allerdings mit Nabert zu tun habe, kann man nicht beantworten. Warum man nicht einfach das gleiche in EIGENEN WORTEN (der Tweet wurde gelöscht und dann als Zitat in Anführungszeichen neu gepostet).
-> In denen du auf die Solidarität gegenüber einer vergewaltigten Frau verzichtest, nur weil sich jemand – den du mit antisemitischen Projektionen belegst – solidarisiert hat. Denn wie kann man es sonst verstehen, dass sich @Nabertronic mit Gina-Lista solidarisiert, wenn nicht um „feminist_innen vorzuführen“.

Damit reproduzierst du antisemitische Denkstrukturen, damit – auch wenn er sich gerade temporär nicht gegen Antisemitismus richtet – reproduzierst du also auch Antisemitismus. Zu dessen Gunsten du hier auch auf feministische Positionen verzichtest beziehungsweise den Verzicht legitimierst. Ich fände es ziemlich wünschenswert, wenn deine Critical Whiteness auch Critical Goiness enthalten würde. Sofern das überhaupt möglich sein kann.

XOXO,
Chucky

Danke Rapkulturindustrie.

Oh du schöne Rapkulturindustrie,
vielen Dank das du uns regelmäßig aus Promozwecken mit unterhaltsamen aber auch nachdenklichen Ereignissen erfreust. Letzte Woche bediente sich Jan Böhmermann einer Azzlack-Ästhetik um sich als weißen Steuerzahler und seine Gang – die Polizei – abzufeiern. Die einen freuten sich das eine Kartoffel sich über Aykut lustig macht, die anderen freuten sich über Polizeikritik im öffentlich-rechtlichen, andere hielten Böhmermanns Aktion für total rassistisch und wieder andere sahen genau in dem offengelegten Rassismus seiner Kunstfigur die Ebene der Kritik.

Staiger fand keinen Gefallen an Böhmermann und schrieb: „Insofern triffst du, Jan Böhmermann, dann auch den Nagel auf den Kopf, wenn du beschreibst, wie du mit deinem deutschen Namen und deinem deutschen Pass die Polizei anrufst und die Gang an den Start bringst, auf die du dich im Zweifelsfall immer verlassen kannst. Ob sich Aykut oder der sudanesische Geflüchtete, der im Park Drogen verkaufen muss, damit er was zu fressen hat, auch auf sie verlassen kann, ist eher unwahrscheinlich.“

Mein Urteil bleibt weiterhin das Gleiche wie vor einer Woche: „Die Frage, ob er diese Kritik beabsichtigt hat oder er die Verhältnisse nur deshalb offen legt, weil er eine unfassbare Kartoffel ist, lässt sich an dieser Stelle natürlich nicht beantworten. Im Zweifelsfall ist er – als zwar passabler, aber dennoch deutscher Unterhalter – wahrscheinlich tatsächlich einfach nur eine unfassbare Kartoffel und er legt die Realität in dieser Form wirklich nur deshalb – quasi ausversehen – offen. Ein Blick in die Kommentarspalten des Videos oder aller größeren Medien, die über den Song berichten, legt dies nahe. Vielleicht aber – und das ist meine Hoffnung auf eine Überwindung des Gegenstands meiner Kritik – steckt darin tatsächlich eine Kritik an staatlichen rassistischen Verhältnissen und die Kritik kommt bei ihren Konsument*innen einfach nicht an. Vielleicht ist die Idee ja wirklich gut und die Welt nur noch nicht bereit.“

Fakt ist jedoch, dass Böhmermann es geschafft hat und genau das bekommen was er wollte: Klicks und Aufmerksamkeit und damit auch Geld.

Heute – fünf Tage später – gibt es auf einmal ein neues Haftbefehl-Video: CopKKKilla – ohne angekündigtes Album, ohne Single, einfach nur das Video. Und der Name sagt schon recht deutlich warum es geht: um rassistische Polizei und um das sich dagegen zu Wehr setzen.


Zu oft wurden wir unterdrückt
und vom Schäferhund gebissen
Schon als Jugendlicher schlugen sie in mein Gesicht
Handschellen häng‘ an unser‘n Handgelenken, Blutergüsse
Und sie prügeln auf uns ein mit dem Knüppel
Tritte in die Rippen, Pfefferspray 100 Milliliter
Vor den Augen von den Zivilisten mitten in der City

Womit definitiv der Gegenentwurf zum Polizistensohn geliefert wurde, wenn auch nach wie vor nicht klar ist ob Böhmermann nun einfach durch die pure Darstellung seines Kartoffelseins quasi die Verhältnisse aus Versehen offen legt oder eben das Kartoffelsein seiner Kunstfigur bewusst eben genau das getan hat oder ob einfach irgendjemand eine Idee hatte die ihren Effekt erfüllt hat. Böhmermann konnte sich der Aufmerksamkeit für seinen Song, eben so bewusst sein wie Hafti nun für seinen und die Rapkulturindustrie hat zwei neue Eisen ins Rennen geschickt.

Abseits ihres primären Ziels: Geld verdienen – bilden beide Songs die manächäischen Positionen im rassistischen Polizeistaat und zeigen recht deutlich, welchen Unterschied die Haut- und Haarfarbe macht. Und die Rapkulturindustrie hat eine Debatte ausgelöst, bei der man sich durch Konsum positionieren kann.

XOXO,
Chucky

Ich hab Polizei.

Liebe kartoffelkritische Online-Community,
Jan Böhmermann, seines Zeichen wohl der passabelste Entertainer Deutschlands – nicht mehr und auch nicht weniger – hat ein neuen Coup gelandet: Polizeikritik verpackt in eine Straßenrap-Ästhetik. „POL1Z1STENS0HN“ ist ein Song, der definitiv als Parodie auf Haftbefehl zu verstehen ist. Und damit ganz offensichtlich – wie von euch richtigerweise angemerkt – problematisch ist. So wie es immer problematisch wird, wenn sich weiße Dudes – im Folgenden der Einfachheit halber Kartoffel genannt – der Ästhetik der Azzlackz bedienen und damit auch einer Ästhetik eines migrantischen Aufbegehrens. Der Rassismus der Haftbefehl-Parodien oder Persiflagen innewohnt ist offensichtlich. Und Juri Sternburg hat definitiv recht, wenn er für das Hate-Magazin schreibt: „die „Haha, guck mal der sagt isch statt ich“-Gröler und die 15jährigen Rap-Kartoffeln aus Niedertupfingen fühlen sich bestätigt in ihrem dummdeutschen „Einmal Döner mit allen Saucen“-Humor. All jene, die schon immer der Meinung waren, dass diese Kanacks eigentlich gar nicht sprechen, geschweigen denn rappen können/sollen, vereint mit bildungsbürgerlichen Verlagsheinis, deren Refugees Welcome-Banner noch stolz vom Facebookprofil strahlt und dem Jung-Identitären, der in diesem Video quasi den Gipfel seiner Humorigkeit dargestellt sieht. Ist ja auch mal genug jetzt mit dieser Pseudo-Haftbefehl-Lobhudelei in den Feuilletons. Genug Ghetto-Sprache, jetzt zeigen wir euch mal wo der Hammer hängt, hier in Deutschland. Und da steht er jetzt der Jan, weiss, deutsch und so kartoffelig, dass es ihm aus den Ohren quillt und schreit: “Isch hab Polizei!” Ist das nicht lustig, Rudi?“

Doch abseits der dummdeutschen Fans, die diese Parodie natürlich bekommt und auch abseits der linken Fans, die sich automatisch an einer öffentlich-rechtlicher Polizeikritik erfreuen, weißt der Song an einer Stelle durchaus Elemente auf, die man als gelungene Kritik betrachten könnte. Die große Frage, die sich hier stellt ist natürlich: ist es wirklich in Ironie verpackte Kritik oder wird das kritisierenswerte einfach nur deshalb so deutlich, weil Böhmermann eine so unfassbare Kartoffel ist? Ich weiß es nicht.

In dem Moment wo Böhmermann als weißer und kartoffeliger Gegenentwurf zu Haftbefehl inszeniert und dabei dann eben – logischerweise – die Polizei ruft, baut er eben jenen Widerspruch zwischen sich und Haftbefehl auf und füllt ihn mit Attributen. Auf der einen Seite der „Schwarzkopf in Offenbach“, der die „Cops am Arsch“ hat und auf der anderen Seite, der „Polizistensohn“ Böhmermann. Genau in der Offenlegung, dieses realen Widerspruchs – der in diesem Song noch mit Kritik an der Polizei gefüllt wird – steckt dann auch die wahre Kritik an einem System aus Staat, Rassismus, Polizei und ihren Verknüpfungen. Er legt seinen gesellschaftlichen Standpunkt (und auch den des Hafti feiernden Feuilletons) relativ schonungslos offen, indem er die Verhältnisse umdreht und zeigt, dass es Leute gibt (z.B. er als gut situierte Kartoffel im Kulturbetrieb), die sich relativ viel rausnehmen können, weil ihre Interessen – ganz legal – von der größten deutschen Gang durchgesetzt werden.

Die weiter oben gestellte Frage, ob er diese Kritik beabsichtigt hat oder er die Verhältnisse nur deshalb offen legt, weil er eine unfassbare Kartoffel ist, lässt sich an dieser Stelle natürlich nicht beantworten. Im Zweifelsfall ist er – als zwar passabler, aber dennoch deutscher Unterhalter – wahrscheinlich tatsächlich einfach nur eine unfassbare Kartoffel und er legt die Realität in dieser Form wirklich nur deshalb – quasi ausversehen – offen. Ein Blick in die Kommentarspalten des Videos oder aller größeren Medien, die über den Song berichten, legt dies nahe. Vielleicht aber – und das ist meine Hoffnung auf eine Überwindung des Gegenstands meiner Kritik – steckt darin tatsächlich eine Kritik an staatlichen rassistischen Verhältnissen und die Kritik kommt bei ihren Konsument*innen einfach nicht an. Vielleicht ist die Idee ja wirklich gut und die Welt nur noch nicht bereit.

XOXO,
Chucky